Das Problem: Ein Enzym-Mangel

Die Ursache für eine Laktose-Intoleranz liegt häufig in den Genen: Den Betroffenen mangelt es am Enzym Laktase. Dieses Enzym benötigt der Körper, um Milchzucker (Laktose) im Darm aufzuspalten.

Bei einer Laktose-Intoleranz wird zu wenig Laktase gebildet - der Milchzucker kann also nicht ausreichend gespalten und somit nicht gut verdaut werden. Dadurch entstehen die unangenehmen Magen-Darm-Beschwerden.

Milchzucker oder Laktose

ist ein so genannter Zweifachzucker, der aus zwei Einfachzuckern besteht - Glucose und Galactose. Für Säuglinge ist er ein wichtiger Energielieferant. Er unterstützt außerdem die Calcium-Aufnahme im Darm. Durch seine günstigen chemischen Eigenschaften wird er in vielen Lebensmitteln als Bindemittel, Weichmacher oder Trägersubstanz eingesetzt.
Man unterscheidet zwischen primärer und sekundärer Laktose-Intoleranz.

Die primäre Laktose-Intoleranz ist genetisch begründet und kommt in Familien deshalb oft gehäuft vor. Sie tritt meist im Erwachsenenalter auf, kann aber auch Kinder und Jugendliche betreffen. Sehr viel seltener besteht der Laktasemangel bereits von Geburt an.

Die sekundäre Laktose-Intoleranz wird durch Erkrankungen hervorgerufen - z. B. schädigen Darm-Infektionen, Zöliakie und Morbus Crohn die Darmschleimhaut und können so einen zeitweiligen Laktasemangel verursachen. Wenn sich der Darm wieder "erholt", kann häufig auch wieder Milchzucker vertragen werden.

Laktose-Intoleranz ist normal!

Auch wenn die Unverträglichkeit von Milchzucker unangenehme Beschwerden hervorruft - sie ist eigentlich der "Normalzustand":
Nach Schätzungen vertragen weltweit mehr als 50 Prozent der Bevölkerung keinen Milchzucker. In der Türkei, in Afrika, Asien und Südamerika haben zwischen 50 und 100 % der Bevölkerung einen Laktase-Mangel.

Durch die spezifischen - milcharmen - Ernährungsgewohnheiten in diesen Ländern wird das jedoch nicht zum Problem. Da in Deutschland Milch & Co. jedoch üblicherweise weit oben auf jedem Speiseplan stehen, führt der Mangel an körpereigener Laktase hier bei vielen Menschen zu Beschwerden.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.